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Magic Morning: Tipps für Deine Morgenroutine

Wenn mir jemand vor einigen Jahren gesagt hätte, dass ich einmal früher als nötig aufstehen würde, um mit einer Morgenroutine in den Tag zu starten, die mehr beinhaltet als mich für die Arbeit bereit zu machen und zu frühstücken, hätte ich das mit Sicherheit nicht geglaubt. Wahrscheinlich hätte ich gelacht, weil ich kein Morgenmensch bin und auf keinen Fall jemand, der morgens auch noch Sport macht. Inzwischen stehe ich nicht nur weit vor dem Wecker auf, nein, ich tue es sogar am Wochenende, wenn gar kein Wecker klingelt. Meine Morgenroutine besteht aus 20 Minuten Meditation, einer Yogaeinheit, meist einer Sonnengrußroutine oder wiederherstellendem Yoga, wenn ich mich nicht nach Anstrengung fühle. Außerdem fülle ich meinen Habit Tracker aus und plane die drei wichtigsten Aufgaben für den Tag. Als Planer verwende ich am liebsten einen Leuchtturm, habe aber auch mit dem Moleskine gute Erfahrungen gemacht. Natürlich stehen oft mehr als drei To-Do’s auf meiner Liste, aber wenn ich die drei drängensten Aufgaben erfüllt habe, ist der Rest Bonus. Mein Dankbarkeitstagebuch führe ich abends, aber ich versuche derzeit eine kleine Achtsamkeitsübung mit einer Intention für den Tag in den Morgen einzubauen. Tatsächlich bin ich immer noch selbst erstaunt, wie gut mir die Morgenroutine tut, auch wenn sie im Grunde aus anscheinend simplen Details besteht.

Wozu ist eine Morgenroutine überhaupt gut?

Im Grunde geht es bei der Morgenroutine darum, Deinem Tag die Richtung zu geben, die Du einschlagen möchtest, ohne dass Du von Stress und äußeren Einflüssen gelenkt oder sogar überwältigt wirst. Die meisten Routinen umfassen rund 60 Minuten und bestehen aus Stille, Bewegung und irgendeiner Art von Planung für den Tag.

Die Vorteile sind:

  • entspanntes Aufwachen, statt qualvollem Wechsel zwischen Aufwachen, Dösen, Einschlafen und wieder geweckt werden
  • langsamer Start im Einklang von Körper und Geist, statt Hektik und Cortisolhoch
  • Intentionen/ Ziele für den Tag, statt ziellosem Abarbeiten zu langer T-Do-Listen
  • Bewegung, Meditation und Affirmation gleich am Morgen erledigt, statt sie im Laufe des Tages zu vergessen oder wegen zu viel Arbeit ausfallen zu lassen

Kurz:

  • weniger Stress
  • mehr Energie
  • mehr Ruhe und Konzentration
  • Ausgeglichenheit
  • fokussiertes Arbeiten

Morgenmuffel werden jetzt behaupten, dass sie keine Zeit für ein einstündiges Ritual haben oder ihnen ihr Schlaf viel zu wichtig ist. Aber auch diese Morgenmuffel haben wie jeder von uns bereits eine Morgenroutine, mit dem Unterschied, dass diese ihnen nicht zum perfekten Start in den Tag verhilft, sondern wahrscheinlich ein Stressfaktor ist. Vielleicht drücken sie zehn Mal den Snooze Button, bevor sie aufstehen, ihr Körper und Geist hin und her gerissen zwischen Aufwachen und Weiterschlafen, obwohl die Körperfunktionen und Hormone deutlich Aufwachen  signalisieren. Haben sie es aus dem Bett geschafft, sind sie eventuell spät dran, hetzen unter die Dusche, ziehen an, was sie gerade finden, und essen ihr Frühstück im Stehen oder lassen es gleich ganz aus. Der Start in den Tag ist hektisch, von Müdigkeit geprägt, nicht von natürlicher Energie, sondern von übermäßigem Cortisol und Adrenalin angetrieben. Körper und Geist sind schon gestresst, bevor die Herausforderungen des Tages auf sie einstürmen. Warum also nicht einen anderen, stressfreien Start in den Tag wagen? Die wohl bekannteste Morgenroutine stammt von Hal Elrod, der behauptet, sein Miracle Morning könne Leben verändern. Aber auch Mark Zuckerberg ist bekannt für seine Routine, die sogar täglich das gleiche Outfit beinhaltet, damit er nicht bereits am Morgen Entscheidungen, zum Beispiel die, welche Hose er tragen möchte, treffen muss. So weit musst Du bei Deiner persönlichen Morgenroutine natürlich nicht gehen, aber einige Punkte sind auf jeden Fall sinnvoll.

Miracle Morning

  • Stille bzw. Meditation
  • Affirmationen
  • Visualisierung
  • Sport
  • Lesen
  • Schreiben (Morning Pages)

Wie genau Du Deine persönliche Morgenroutine gestaltest, bleibt Dir überlassen. Wichtig ist, dass Du nicht in Perfektionismus verfällst. Die Morgenroutine ist flexibel und darf nicht zu einem weiteren Punkt Deiner nicht enden wollenden To-Do-Liste werden. Wenn Du die drei Punkte: Stille/Mediation, Bewegung, Visualisierung/Planen einbaust, egal, ob Du darauf 30 oder 60 Minuten verwendest, bist Du auf dem richtigen Weg. Ich selbst tausche die Punkte Meditation und Yoga aus, je nach dem, wie müde ich bin. Wenn ich sehr müde bin, starte ich mit meinen Sonnengrüßen und meditiere im Anschluss, fühle ich mich wach, starte ich mit der 20-minütigen Meditation gefolgt von meiner Yogaeinheit. Ich verzichte auf die Morning Pages nach Hal Elrod, weil ein Großteil meiner Arbeit aus Schreiben besteht, und beschränke mich auf die Punkte meiner Achtsamkeitsübung. Wenn Du sonst nie etwas zu Papier bringst, kann das Schreiben Dir jedoch richtig gut tun. Meinen Besuch im Bad, das Zähneputzen, Haare kämmen sowie das Frühstück mit meinem Mann betrachte ich übrigens nicht als konkreten Teil meiner Routine, obwohl ich diese Punkte natürlich auch jeden Morgen absolviere.

Tipps für Deine Morgenroutine:

Die Liste lässt sich unendlich weiter führen und ich bin gespannt, mit welchen Punkten Du in den Morgen startest. Wenn Du eine eigene Routine etablieren willst, überlege Dir, was Dir gut tun könnte. Meditierst Du gerne oder schaust Du lieber in aller Stille dem Sonnenaufgang zu? Joggst Du oder bist Du der Yogatyp? Verwendest Du ein Journal oder einen schlichten Terminplaner? Keine Routine ist richtig oder falsch, solange sie die grundlegenden Punkte enthält und jeden Tag gleich ist. Starte klein, wenn Du Dir unsicher bist, wie viel Zeit Du aufwenden willst. 5 Minuten für jede Einheit reichen für den Anfang. Teste, was zu Dir passt, probiere verschiedene Routinen, bist Du Deine Wohlfühlroutine gefunden hast. Bleibe dran, auch wenn Du einmal keine Lust hast. Eine neue Gewohnheit zu festigen dauert mehrere Wochen. Steht Deine Morgenroutine erst einmal, wirst Du sie nicht mehr missen wollen.

Wie sieht Deine Morgenroutine aus? Was funktioniert für Dich und was geht gar nicht?

Lesenswert:

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Achtsamkeitstagebuch Download

ze.tt Was es bringt, morgens früher aufzustehen und sich zu organisieren
Huffpost: Why Creating A Meaningful Morning Routine Will Make You More Successful

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