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Hormone

Kaffee, nein danke. Warum Koffein ungesund für Deine Hormone ist

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Kaffee schmeckt, Kaffee macht wach, gibt uns den extra Energiekick am Morgen und noch einmal am Nachmittag vor dem wichtigen Meeting oder bevor die Kinder aus der Schule kommen. Kaffee wird seit Jahrtausenden von Millionen Menschen getrunken. Er kann nicht schlecht oder sogar ungesund sein. Richtig? Leider nein. Ich selbst gehörte lange zu den Menschen, die andauernd Kaffee getrunken haben. Abends noch eine große Tasse oder mehrere Espresso waren kein Problem. Geschlafen habe ich trotzdem. Morgens folgte natürlich der obligatorische Kaffee zum Aufwachen, mittags nach dem Essen oder spätestens zum Nachmittagssnack ein weiterer. Ich hatte keine Ahnung, wie schlecht Kaffee oder besser gesagt das enthaltene Koffein, denn die Argumente gelten für sämtliche koffeinhaltige Getränke, für mich ist.

Koffein und Hormone

Koffein lässt unseren Blutzucker ansteigen. Das allein klingt erst einmal nicht problematisch, wenn Du kein Diabetiker bist, aber wie Du wahrscheinlich weißt, sind Schwankungen im Blutzuckerspiegel Gift für Deine Hormone und entscheiden sogar mit darüber, wie lange wir leben. Vielleicht steigst Du auch gelegentlich in die Achterbahnfahrt auf die der Blutzucker Dich nimmt und fühlst Dich einen Moment lang voller Energie und im nächsten schlapp, irgendwie benommen und unmotiviert. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut und es hat lange dazu geführt, dass ich mir eine Tasse Kaffee gekocht habe, um wieder auf die Beine zu kommen. Ganz davon abgesehen, dass dieses ständig Auf und Ab keinen Spaß macht und uns im Alltag beeinflusst, ist ein möglichst ausgeglichener Blutzuckerspiegel die Grundlage für ausbalancierte Hormone und einen gesunden Zyklus.

Kaffee und Stress

Koffein greift den Zyklus noch auf einer weiteren Eben an. Über Stress. Koffein erhöht die Ausschüttung von Cortisol und stresst damit den Körper. Der natürliche Cortisolspiegel ist am Morgen ohnehin erhöht, damit wir aufwachen und energetische in den Tag starten. Schütten wir jetzt noch Kaffee hinterher steigt der Spiegel auf ein unnatürliches Maß und wir fühlen uns unter Umständen eher ruhelos, ängstlich und sogar erschöpft. Wenn Du unter Ängsten oder Depressionen leidest, solltest Du unbedingt sofort auf Kaffee verzichten. Auch wenn Du an einer Nebennierenschwäche (Adrenal Fatigue) leidest, solltest Du Kaffee unbedingt von Deinem Speiseplan streichen. Die ohnehin geschwächte Nebenniere wird vom Koffein dazu gezwungen, Cortisol zu produzieren, auch wenn morgens bereits genug Cortisol im Körper ist oder wenn zum Beispiel am Abend gar kein Cortisol produziert werden sollte. Andersherum betrachtet kann ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel die Nebennierenschwäche auslösen, weil die verstärkte Cortisolproduktion das Organ schwächt, besonders wenn Du zusätzlich noch gestresst bist. Je mehr Kaffee wir trinken, desto stärker befinden wir uns im Fight or Flight Modus. Unser Körper wappnet sich aufgrund des vielen Cortisols für den Kampf. Er kann nicht unterscheiden, ob wir am Schreibtisch sitzen oder mit einem Löwen kämpfen. Zugunsten der Cortisolproduktion wird jedoch die Produktion von Progesteron heruntergefahren, was zu einer Östrogendominanz, depressiver Stimmung, Schilddrüsenerkrankungen und Empfängnisschwierigkeiten führen kann.

Kaffee und ich

Als ich diese Informationen zum ersten Mal zusammengetragen habe, konnte ich kaum fassen, zu wie vielen meiner großen und kleinen Probleme mein Kaffeekonsum beiträgt. Ich habe mich noch in der gleichen Woche von meinem geliebten Getränk verabschiedet, obwohl wir gerade erst einen neuen Kaffeevollautomaten gekauft hatten, den mein Mann jetzt alleine verwendet, und obwohl meine Freundinnen Kaffee genauso lieben wie ich früher. Ein Kaffeeplausch ist ja auch gesellig, oder? Aber eigentlich geht es dabei ja nicht so sehr um den Kaffee wie um den Plausch und der klappt auch hervorragend mit Tee. Die Frage, ob mir der Verzicht auf Kaffee geholfen hat, kann ich eindeutig mit Ja beantworten. Er war zwar nur ein Baustein in großen Ganzen, aber mein Blutzucker ist seither wesentlich stabiler und das Tief zwei Stunden nach dem letzten Kaffee Teil der Vergangenheit.

Ich selbst bin auf koffeinfreien Tee umgestiegen und trinke am liebsten morgens einen marokkanischen Minztee, schmeckt wie Chai, enthält aber kein Koffein. Wenn Du auf der Suche nach einem echten Kaffeeersatz bist, kannst Du Getreidekaffee probieren, aber Vorsicht Getreidekaffee ist glutenhaltig, oder zu Lupinenkaffee greifen.

Ich würde mich freuen, von Dir zu hören, ob Du Kaffee trinkst oder bereits darauf verzichtest. Hat Dir der Verzicht geholfen? Oder magst Du vielleicht gar keinen Kaffee?

Lesenswert:

Ärzteblatt: Koffein steigert Blutzuckerspiegel
Diabetes Care: Caffeine Increases Ambulatory Glucose and Postprandial Responses in Coffee Drinkers With Type 2 Diabetes
Podcast: Eat Your Way to Better Health with Dale Pinnock

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Ich bin keine Ärztin. Wenn Du Gesundheitsprobleme oder chronische Krankheiten hast, die über ein Hormongleichgewicht hinausgehen, oder Medikamente nimmst, frage bitte Deinen Arzt oder Therapeuten um Rat, bevor Du Deine Ernährung veränderst oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmst.

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