0
Hormone

Hormonungleichgewicht: 10 Anzeichen dafür, dass Deine Hormone nicht in Balance sind

Viele Frauen wissen nicht, dass sie unter einem Hormonungleichgewicht leiden. Wenn sie nicht gerade eine Diagnose wie PCOS oder Östrogendominaz erhalten haben, merken sie oft erst, wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, dass etwas falsch läuft und das obwohl sie oft seit Jahren, manchmal sogar schon seit der Pubertät mit Symptomen des Hormonungleichgewichts kämpfen. Vielleicht hast Du auch horrende Schmerzen während Deiner Periode, verträgst die Pille nicht, leidest an starken Blutungen oder ausbleibenden Perioden und Dir wird von allen Seiten, von Deiner Frauenärztin, Deiner Mutter, Großmutter oder von Freundinnen gesagt, dass sei normal, das gehöre eben zum Frausein dazu, überall auf der Welt.

Du hast Dich abgefunden, mit Beschwerden und Symptomen, mit Schmerzen, starken Blutungen, mit Gehirnnebel und Migräne, weil das nunmal so ist, weil Du Frau bist. Tatsächlich musst Du das aber nicht. Nur weil etwas viele betrifft, ist es nicht unabwendbar oder veränderbar. Wenn Du die Zeichen für Dein Hormonungleichgewicht erkennst, kannst Du etwas ändern und Deine Hormone in Balance bringen. Nicht erst, wenn Du Dir ein Kind wünschst, Dein PCOS oder Dein Östrogenmangel Dir jedoch einen Stein nach dem anderen in den Weg legen. Es ist nie zu spät, Deine Hormone auszubalancieren, um Schmerzen loszuwerden, schwanger zu werden, die Wechseljahre stressfrei und möglichst symptomfrei zu erleben und im Einklang mit Deinem natürlichen Zyklus zu leben.

1. Kurzer oder langer Zyklus mit mehr als 33 Tagen oder weniger als 25 Tagen

Der perfekte Zyklus ist 28 Tage lang. Das heißt, aber nicht, dass alle anderen Zyklen schlecht sind. Alles zwischen 25 und 33 Tagen ist normal, besonders wenn Dein Zyklus regelmäßig ist. Manche Frauen erfahren Schwankungen, je nach dem welcher Eierstock aktiv ist. Es kann also sein, dass Dein Zyklus abwechselnd 26 und 28 Tage lang ist. Ist der Zyklus kürzer, können Probleme mit der Schilddrüse, Progesteronmangel oder ein Ungleichgewicht zwischen Progesteron und Östrogen die Ursache sein. Auch Stress und zu viel Sport können den Zyklus verkürzen oder dafür sorgen, dass die Periode komplett ausbleibt. Ist der Zyklus sehr lang, ist PCOS ein möglicher Grund dafür.

2. Kurze oder zu lange Periode mit weniger als 3 Tagen oder länger als 6 Tagen

Starke Blutungen, die lange andauern kommen häufig bei Östrogendominanz vor. Eine kurze schwache Periode kann auf Östrogenmangel hindeuten. In beiden Fällen sind Deine Hormone aus der Balance geraten und Du solltest etwas tun, auch wenn Dir eine sehr kurze Periode angenehm erscheint.

3. Sehr starke, dunkle Blutung mit Gewebestücken oder sehr schwach, kaum wahrnehmbar

Wir sprechen viel zu selten darüber, wie eine gesunde Blutung aussehen muss. Nur selten klären Ärzte uns über die Farbe oder Konsistenz des Blutes auf, das eine gesunde Periode und einen ausgeglichenen Zyklus signalisiert. Das Thema ist derart tabuisiert, dass in der Werbung blaue Flüssigkeit verwendet wird, die dann auch noch ausdrücklich als Testflüssigkeit deklariert wird, als würde Verwechslungsgefahr bestehen. Dabei gibt es kaum ein besseres Zeichen als Deine Periode, um Herauszufinden, wie es Deinen Hormonen geht und weshalb sie aus der Balance geraten sein könnten. Alisa Vitti hat dieses Tabu mit ihrem Auftritt bei Dr. Oz durchbrochen und Beispiele von verschiedenen Blutungen (Keine Sorge, sie verwendet Marmelade, kein echtes Blut) gezeigt und erklärt. Wenn Du Dir nicht sicher bist, wo genau Du Deine Periode einordnen sollst, schau Dir das Video unbedingt an.

4. Ausbleibende Perioden ohne Einnahme der Pille (Amenorrhö)

Wenn Du die Pille nimmst, ist das Ausbleiben der Periode normal, sogar erwünscht, in allen anderen Fällen nicht. Die Ursachen können von PCOS über Östrogenmangel bis hin zu Magersucht und Sportsucht reichen. Wenn Deine Periode ausbleibt (und Du nicht schwanger bist), solltest Du unbedingt Deine Frauenärztin zu Rate ziehen und die Ursache klären. Danach kannst Du die nötigen Schritte einleiten, um Deine Hormone auszubalancieren. Die Pille ist übrigens keine Lösung, sie verdeckt das Problem nur, solange Du sie einnimmst.

5. Starke Schmerzen während oder vor der Periode

Starke Schmerzen während oder vor Deiner Periode sind ein Zeichen dafür, dass Deine Hormone aus dem Rhythmus geraten sind. Lass Dir von niemandem etwas anderes einreden. Es gehört nicht zum Leben als Frau dazu, an der Periode zu leiden oder währenddessen auf Schmerzmittel angewiesen zu sein. Solltest Du hormonell mit der Spirale oder der Pille verhüten, sind Schmerzen ein sicheres Zeichen dafür, dass Du mindestens Deine derzeitiges Präparat nicht verträgst. Hier findest Du einen ausführlichen Beitrag zu diesem Thema und weitere Anzeichen für eine Pillenunverträglichkeit. Wenn Du nicht hormonell verhütest, kannst Du versuchen, Deine Fettaufnahme zu erhöhen, um den Schmerzen entgegen zu wirken, während Du Deine Hormone ausbalancierst.

6. Stimmungschwankungen, Depression, Ängste

Ein Stimmungstief kurz vor dem Einsetzen der Periode kennen viele Frauen, aber auch das muss nicht sein. Verfolge Deine Stimmung über einen Zykluskalender, um den Zusammenhand mit der jeweiligen Zyklusphase zu erkennen. Auch Depressionen und Ängste können ihren Ursprung in einer Östrogendominaz oder PCOS haben. Wenn unsere Stimmung und unsere Energie im Verlauf des Zyklus‘ natürlich schwankt, sollten diese Veränderungen keinen drastischen Einfluss auf unser Leben haben. Selbstverständlich können psychische Erkrankungen viele andere Ursachen haben, ein Hormonungleichgewicht verstärkt die Symptome jedoch möglicherweise unnötig. Wenn Du die Pille nimmst und unter Depressionen, Panikattacken, Ängste, Stimmungsschwankungen oder Aggression leidest, wage den Test und setze die Pille für mindestens 3 Monate, wenn nicht sogar 6 Monate ab.

7. PMS

PMS ist die Zusammenfassung von vielen Symptomen, die meist 5 oder sogar bis zu 7 Tagen vor der Periode auftreten. Migräne, Unterleibschmerzen, Brustspannen, depressive Verstimmung, übermäßige Sorge, Aggression gehören zu den häufigsten Beschwerden. Die Gründe für PMS können ein zu stark absinkender Östrogenspiegel, zu wenig Progesteron, zu viel Testosteron oder Östrogenüberschuss sein. Deine Frauenärztin wird Dir wahrscheinlich zur Pille raten, um den Symptomen entgegenzuwirken, aber in Balance bringt hormonelle Verhütung Deine Hormone nur augenscheinlich. Wenn Du keine Probleme mit der Pille hast, kannst Du zu dieser Lösung greifen. Wenn es Dir so geht wie mir, verstärkt die Pille viele PMS Symptome nur.

8. Brustschmerzen, Zysten in der Brust oder an den Eierstöcken/PCOS

Beschwerden wie Brustschmerzen, Zysten in der Brust oder an den Eierstöcken haben ihren Ursprung in zu viel Östrogen, das entweder zu reichlich gebildet oder nicht richtig abtransportiert wird. Ist die Östrogendominanz nicht zu stark ausgeprägt, kann es helfen, das Progesteron mithilfe von Mönchspfeffer in der zweiten Zyklushälfte zu erhöhen.

9. Akne

Die hormonellen Ursachen von Akne sind wie bei den meisten Symptomen vielseitig. Zu viel Testosteron, zu wenig Östrogen oder PCOS sind mögliche Gründe. Ein nicht gut funktionierender Darm mit zu wenigen Bakterien kann ebenfalls die Haut belasten. In jedem Fall solltest Du mehr frisches Obst und Gemüse essen, um Leber und Darm zu unterstützen und die Haut mit den nötigen Mikronährstoffen zu versorgen.

10. Verstärkter Haarwuchs

Verstärkter Haarwuchs an typisch männlichen Stellen (Hirsutismus) ist ein häufiges Symptom von PCOS, kann aber seine Ursache auch in einer übermäßigen Produktion von Testosteron oder Cortisol haben.

Unabhängig davon, was Deine Symptome sind und was ihre Ursache ist, kannst Du etwas dagegen tun. Deine Hormone in Balance zu bringen, ist eine Reise, die Du zum Beispiel mit diesen 5 Dingen beginnen kannst und die, wenn ich ehrlich bin, kein Ende hat. Sind Deine Hormone jedoch einmal im Gleichgewicht, wirst Du die Erleichterung spüren und die Maßnahmen gerne auf Dauer umsetzen, denn alle tragen gleichzeitig dazu bei, dass Du gesünder und länger lebst und Dich rundherum wohler fühlst.

Was sind Deine Erfahrungen mit Hormonungleichgewicht? Wie gehst Du damit um? Ich würde mich freuen, von Dir zu hören.

Lesenswert:

Lee form America Life with PCOS
Video: What Your Period Reveals About Your Health
Video: Hormones 101 With Alisa Vitti of Flo Living
Shady Grove: Fertility 9 Must Read FAQs about Hormonal Imbalances and trying to get pregnant

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du über diese Links einkaufst, unterstützt Du meine Arbeit. Ich bekomme eine kleine Provision für Deinen Einkauf. Für Dich fallen keine zusätzlichen Kosten an. Ich danke Dir von Herzen für Deine Unterstützung.

Ich bin keine Ärztin. Wenn Du Gesundheitsprobleme oder chronische Krankheiten hast, die über ein Hormongleichgewicht hinausgehen, oder Medikamente nimmst, frage bitte Deinen Arzt oder Therapeuten um Rat, bevor Du Deine Ernährung veränderst oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmst.

    Hinterlasse einen Kommentar

    Instagram

    Folge mir!