Glück

Glück: Was uns nicht glücklich macht

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Vielleicht kennst Du das: Dein Tag kann noch so gut laufen, sobald Du eine negative Nachricht bekommst, relativieren sich alle Erfolge und guten Erlebnisse zuvor und Deine Laune verschlechtert sich. Wenn Du nun jeden Tag eine schlechte Nachricht nach der anderen erhältst, entsteht eventuell der Eindruck, dass gar nichts mehr rund läuft, alles irgendwie schlecht ist und unter Umständen sinnlos. Dieses Szenario mag düster und pessimistisch klingen, aber genau so sieht es unser Gehirn. Studien beweisen, dass wir, wenn wir morgens drei Minuten lang schlechte Nachrichten lesen oder hören, die Wahrscheinlichkeit, dass wir unseren Tag als schlecht beurteilen, um 35% steigt, unabhängig davon, wie er nach den morgentlichen Nachrichten tatsächlich gelaufen ist. Erschreckend, oder?

Niemand möchte zugeben, dass er so schnell und leicht von Medien und äußeren Einflüssen zu beeinflussen ist. Wir möchten Herr über unsere Gedanken und über unser Glück sein. Davon weiß unser Gehirn allerdings nichts. Es erkennt Muster und sucht genau nach den Mustern, die häufig auftauchen und vertraut sind. Die positive Psychologie lehrt uns: Dauerhaft negativer Input führt dazu, dass unser Gehirn und damit wir glauben, dass diese Negativität normal ist. Trainieren wir positive Gedankenmuster, wiederholen wir diese irgendwann automatisch, bis sie zum Normalzustand werden.

Nachrichten filtern

Bevor wir unser Gehirn trainieren, positive Muster zu suchen und zu erkennen, sollten wir also zuallererst den negativen Input reduzieren: Es ist nicht nötig die gleichen Nachrichten mehrfach am Tag zu lesen oder stündlich im Radio zu hören. Einmal am Tag reicht vollkommen und es gibt mit Sicherheit auch Momente, in denen Du komplett ohne Nachrichten auskommst. Reduziere den Konsum negativer Berichterstattung, besonders die von Unheilsverkündern und Katatstophenbeschwörern, so gut Du kannst.

Negatives Rauschen reduzieren, um Positivem Raum zu geben

Das gleiche gilt für Deine Social Media Feeds: Schalte Freunde auf stumm und entfolge Accounts, die dauernd nur negative Nachrichten und Horrorstories teilen. Mit Sicherheit hast auch Du jemanden in Deiner Freundesliste, der Deine Timeline mit negativen News, Videos von Missbrauch und Katastrophen füllt, womöglich sogar von Quellen, deren Motive fragwürdig sind. Hast Du Dich schon einmal gefragt, wer diese schrecklichen Videos gefilmt hat und warum? Mit dem Konsum dieser Meldungen ist weder Dir noch Deinen Freunden und am allerwenigsten den Opfern geholfen. Und Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, weil Du Menschen entfolgst, um Dir eine Pause zu gönnen. Es gibt keine Verpflichtung, Inhalte zu konsumieren, die Dir nicht gut tun, nur weil Du die Person, die sie teilt, persönlich kennst. Die gleiche Vorgehensweise gilt für News Apps, Newsletter oder Printmedien. Ich kenne einige Apps und Zeitschriften, die die Welt offenbar ausschließlich nach Tragödien und Dramen absuchen, um darüber zu berichten. Lösche solche Apps von Deinem Telefon und beende das Abonnement von Newslettern, die Dich nicht inspirieren oder bereichern. Und wenn Du möchtest, kannst Du sogar so weit gehen, den Kontakt zu Menschen, die ständig motzen und schlechte Stimmung verbreiten, zugunsten positiver Gesellschaft einzuschränken.

FOMO

Keine Sorge, durch diese Maßnahmen zieht das Leben nicht plötzlich an Dir vorüber. Du verpasst weder das Weltgeschehen noch die wichtigsten Dinge in Deiner Umgebung. Die Angst, etwas zu verpassen (FOMO) befällt viele von uns leider auch in Bezug auf negative Meldungen. Doch statt zu konsumieren, was andere Dir vorsetzen, statt durch eine negative Brille, die andere Dir aufgesetzt haben, zu schauen, solltest Du Dir einen eigenen Blick auf die Welt verschaffen. Positive Muster suchen und erschaffen und so Deinem Glück jeden Tag einen Schritt näher zu kommen. Das heißt nicht, dass Du durch eine rosarote Brille schauen sollst und die Realität ignorieren. Im Gegenteil, es bedeutet, eine individuelle Sicht auf die Welt zu entwickeln, die nicht von Angst, Sorge und Mangel geprägt ist.

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