Glück

Glück: 5 Gewohnheiten, die glücklich machen

Dankbarkeitstagebuch, Glück, Konfetti

Glück ist so eine Sache,  wir alle wollen es, suchen danach, aber nur die wenigsten finden es. Zumindest dauerhaft. Und darin allein liegt schon eines der Probleme mit der Suche nach Glück. Viele verwechseln Glück mit Spaß, mit einem Dauergrinsen auf den Lippen und ständig guter Laune. Und dann gibt es diejenigen, die Glück mit Erfolg verwechseln, mit dem richtigen Job, der nächsten Beförderung, endlich genug Geld auf dem Konto, dem Eigenheim, dem Erreichen des 5 oder 10-Jahresplans. Das ist alles ist kein Glück. Glück ist nichts, das wir greifen, erreichen, anstreben können. Glück ist kein Gefühl, sondern ein Zustand, ein spiritueller Zustand, der nicht davon abhängt, wie viel wir verdienen, ob wir unseren Traummann gefunden haben, welchen Job wir ausüben oder ob wir jeden Tag etwas zu lachen haben.

Was uns nicht glücklich macht

Wissenschaftliche Studien (unter anderem die der Blue Zones) zeigen, dass, wenn unserer Grundbedürfnisse einmal befriedigt sind, kein Job, keine Gehaltserhöhung, keine Beziehung, keine Wohnung und kein Haus, keine Handtaschen, kein Auto, keine Yacht, kein Urlaub und keine Anzahl an Followern oder Likes uns glücklicher macht. Was uns von dem Zeitpunkt, an dem wir nicht mehr um unser Überleben, ein Dach über dem Kopf und unsere Sicherheit fürchten müssen, glücklicher macht, ist das Zusammenleben und der Kontakt mit einer Gemeinschaft, die uns unterstützt, anderen zu helfen, Bewegung, Entspannung und eine Art von Spiritualität, sei es in Form von Meditation, Yoga oder sogar Religion. Das klingt zunächst einmal sehr wage und vielleicht in den Ohren vieler auch unglaubwürdig, aber das macht die Tatsachen nicht weniger wahr. Wer kennt nicht jemanden, der vermeintlich alles hat und dennoch unglücklich ist? Warum? Weil Geld, Job, Ruhm, Materielles, Erfolge und sogar Anerkennung eben nicht zwingend glücklich machen.

Der Glücksforscher Shawn Achor bestätigt diese Erfahrung mit der Erkenntnis, dass Menschen, die ihr Glück vom Erreichen eines Ziels abhängig machen, ihr Glück nicht finden, wenn sie die Ziellinie überschreiten. Im Gegenteil, sie rücken die Linie einfach weiter nach vorne. Nach dem Job, kommt das Haus, die Beziehung, die Kinder, die Beförderung, die erreicht werden müssen, um wahres Glück zu finden. Tatsächlich belegt die Glücksforschung jedoch, dass Glück in uns selbst liegt und das meine ich nicht spirituell, sondern in Bezug auf unser Gehirn.

Was uns glücklich macht

Trainieren wir positive Gedankenmuster, wird unser Gehirn genau nach diesen Mustern suchen wir werden beinahe zwangsläufig glücklicher. Das heißt, unser Gehirn sucht durch das Training in unseren Alltag ständig nach positiven Ereignissen und Erlebnissen und bewertet diese höher als Negatives. Wir bekommen das Gefühl, zufriedener und glücklicher zu sein. Positive Erinnerungen fallen in unserem Gedächtnis stärker ins Gewicht als negative.

5 Gewohnheiten, die glücklich machen
1. Dankbarkeit

Führe ein Dankbarkeitstagebuch. Dankbarkeit ist ein entscheidender Faktor zum Glücklichsein. Wenn wir uns jeden Abend drei Dinge vor Augen führen, für die wir an diesem Tag dankbar sind, wird uns bewusst, dass jeder Tag, auch ein vermeintlich schlechter oder erfolgloser etwas Gutes mit sich bringt. Studien zeigen allerdings, dass es nicht ausreicht, drei Dinge aufzuzählen. Diese drei Punkte dürfen klein und scheinbar unbedeutend sein, aber sie müssen jeden Tag neu sein und außerdem begründet. Täglich aufs Neue die Familie, das Dach über dem Kopf und das Essen auf dem Tisch aufzuzählen genügt also nicht. Das Gehirn erlernt so kein neues positives Muster, sondern lediglich die Wiederholung der immer gleichen Dinge, bis diese beinahe bedeutungslos werden. Statt also zu schreiben „Ich bin dankbar für meinen Job“, solltest Du beispielsweise schreiben „Ich bin dankbar dafür, dass ich heute in meinem Job die Chance bekommen habe, ein wichtiges Projekt zu übernehmen, weil es mir zeigt, das meine Arbeit wertgeschätzt wird.“ So lernt das Gehirn jeden Tag nach speziellen Ereignissen und Momenten zu durchforsten, für die wir dankbar sein können. Wiederholt lesen oder zurückzublättern brauchst Du in Deinem Tagebuch übrigens nicht. Wichtig ist lediglich der Prozess des Erinnerns an die Geschehnisse des Tages und das Aufschreiben. Meinen Artikel Dankbarkeit inklusive der Vorlage zum Dankbarkeitstagebuch findest Du hier.

2. Tagebuch

Notiere ein bedeutendes Ereignis inklusive dreier Details. Auch bei dieser Übung geht es darum, dem Gehirn ein neues Muster beizubringen. Wenn Du Dir jeden Abend ein wichtiges Ereignis ins Gedächtnis rufst und die dazu passenden Details wie zum Beispiel das Wetter, Deine Kleidung, was Du gegessen oder getrunken hast, wo Du warst usw. verleihst Du dem Ereignis erneut Wichtigkeit und es wird in Deinem Gedächtnis einen höheren Stellenwert einnehmen. Rückblickend verstärkt diese Art, ein Tagebuch zu führen, das Gefühl, das Dein Leben Bedeutung hat. Und auch hier wird Dein Gehirn damit beginnen, den Tag nach möglichen, bedeutsamen Ereignissen zu durchforsten, die Du am Abend aufschreiben kannst. Genau wie beim Dankbarkeitstagebuch brauchst Du die Einträge rückblickend nicht wieder zu lesen. Du kannst die Einträge sogar direkt nach dem Aufschreiben wegwerfen.

3. Bewegung

Bewege Dich jeden Tag mindestens 15 Minuten. Das Bewegungsmangel krank macht, ist nichts Neues. Er macht allerdings auch unglücklich. Deshalb solltest Du jeden Tag eine Cardioeinheit von mindestens 15 Minuten einbauen. Das muss keine Joggingrunde oder ein HIIT Training sein. Ein Spaziergang an der frischen Luft ist vollkommen ausreichend.

4. Meditation

Meditiere jeden Tag mindestens 10 Minuten. Meditation hat so viele Vorteile, dass es den Rahmen sprengen würde, hier alle aufzuzählen. Sicher ist, tägliche Meditation trägt zum Glücklichsein bei. Wir kommen zur Ruhe, reduzieren Stress und verbessern unsere Konzentration. Studien haben gezeigt, dass bereits zwei Minuten einen positiven Effekt auf das Gehirn und den Körper haben. 10 Minuten festigen diese Wirkung.

5. Freundlichkeit

Schreibe jeden Tag eine Nachricht oder E-Mail und bedanke Dich. Dieser ‚random act of kindness‘, wie Glücksforscher ihn nennen, macht nicht nur uns selbst glücklicher, sondern auch andere und trägt so zu einem positiven Umfeld bei. Was genau ist damit gemeint? Du könntest Dich zum Beispiel bei einer Kollegin für ihre Hilfe bedanken oder bei dem Autor Deines Lieblingsbuches für die gute Unterhaltung. Wichtig ist, dass Du jeden Tag einer anderen Person eine Nachricht zukommen lässt. Sie muss nicht lang sein, zwei Minuten Schreibzeit reichen. Das schöne an dieser Übung ist, dass Du in der Regel eine Antwort erhalten wirst, die Dir zeigt, wie sehr der Empfänger sich über Deine Nachricht freut und meist wird er auch ein paar freundliche Worte für Dich finden. Was bleibt ist ein gutes Gefühl auf beiden Seiten.

Ich gestehe, während ich jeden Tag 20 Minuten meditiere, ein Dankbarkeitstagebuch führe und neuerdings das wichtigste Ereignis des Tages notiere, tue ich mich mit dieser Übung schwer. An vielen Tagen weiß ich nicht genau, an wen ich schreiben soll und warum und gelegentlich vergesse ich die Aufgabe auch schlichtweg. Aber ich bleibe dran. Das ist ohnehin die Hauptsache: Dranbleiben. Erste messbare Effekte stellen sich nach 21 Tagen ein, bis Du Dich tatsächlich glücklicher fühlst, kann es etwas länger dauern, besonders wenn bisher keine dieser Übungen Teil Deiner Routine war.

Wenn Du mehr wissen möchtest kann ich Dir den TED Talk und die Bücher von Shawn Achor empfehlen. Wenn Du die Calm App hast, höre Dir unbedingt die zugehörige Masterclass an. Es lohnt sich. Den ersten Teil meiner Serie zum Thema Glück dazu wie Du Negativität reduzierst, findest Du hier.

 

Video: TED Talk Shawn Achor: Das glückliche Geheimnis besserer Arbeit
Calm Masterclass: Shawn Achor Discovering Hapiness Von Herzen empfohlen. Ein wichtiger Teil der Masterclass steht online kostenlos zur Verfügung.
Glück: Was uns nicht glücklich macht

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