Ernährung Gesundheit

Die magischen 20: Wie viel Obst und Gemüse pro Tag ist gesund?

Butternusskürbis, Süßkartoffel, Paprika, Banane, Linsen, Aubergine, Erbsen,

Die Empfehlung der meisten Ernährungsexperten lautet: 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag müssen sein. Das allein klingt für die meisten Menschen schon nach einer Herausforderung, immerhin ist eine Portion eine gute Handvoll. Aber allein die Menge macht es in diesem Fall nicht. Wenn Du jeden Tag einen Bananen-Himbeer-Smoothie trinkst, zum Lunch einen Tomaten-Gurken-Salat isst oder vielleicht auch mal einen grünen und am Abend zum Hühnchen grünes Gemüse kochst, hast Du Dich gesund ernährt und trotzdem ist diese Ernährung einseitig. Sie schadet dem Mikrobiom in Deinem Darm. Natürlich ist gesundes Essen besser als schlechtes, aber es geht besser. Genauso wichtig wie hochwertiges Essen ist die Vielfältigkeit. Die verschiedenen Bakterien in unserem Darm brauchen verschiedene Lebensmittel, um zu überleben. Ständig nur wenige, wenn auch gesunde Lebensmittel zu essen, schränkt die Vielfalt der Bakterienarten ein. Studien haben gezeigt, dass wir mit westlicher Ernährung durchschnittlich 40% weniger Bakterienarten im Darm beherbergen als Urvölker zum Beispiel in Tansania. Das liegt vor allen Dingen daran, dass diese Urvölker wesentlich mehr und verschiedene Ballaststoffe essen. Hinzu kommt, dass ihre Ernährung fettreich ist, aber das ist ein anderes Thema. Ein variantenarmes Mikrobiom macht uns krank, weil die Bakterien, die unserem Organismus helfen zu funktionieren, fehlen. Ein krankes Mikrobiom führt zu:

• hartnäckigen Fettablagerungen
• Insulinresistenz
• Entzündungen
• Chronischem Fatigue Syndrom
• Asthma
• Allergien
• Chronischen Darmentzündungen
• Reizdarmsyndrom
• Hormonungleichgewicht wie PCOS

Was können wir für ein gesundes Mikrobiom tun?

Die Antwort ist einfach. Jeden Tag verschiedene Obst- und Gemüsesorten essen, so dass wir auf 20 verschiedene Sorten in der Woche kommen. Urvölker denken nicht über Darmbakterien oder Ballaststoffe nach, sie essen, was die Natur ihnen bietet. Frisch, unverarbeitet und saisonal. Wir gehen in den Supermarkt und greifen nach den immer gleichen Lebensmitteln. Dieser Gewohnheit entgegenzusteuern, ist nicht leicht und 20 verschiedene Obst- und Gemüsesorten zu essen, erscheint Dir vielleicht schwierig, aber ich verspreche, dass es gar nicht so schwer ist, wenn man Du einmal damit anfängst. Ich habe in den ersten Wochen eine Liste geführt, auf der ich täglich eingetragen habe, welche neuen Obst- und Gemüsesorten ich in der jeweiligen Woche gegessen habe. Wenn Du möchtest kannst Du Dir die Vorlage hier kostenlos herunterladen, ausdrucken und Deinen Versuche mit den magischen 20 starten.

Eine Alternative zu den 20 ist es, jeden Tag einen Regenbogen zu essen. So gehst Du ebenfalls sicher, dass Du nicht nur ausreichend Ballaststoffe aufnimmst, sondern auch verschiedene. Die Infos zum Regenbogen auf dem Speiseplan findest Du hier, genau wie die entsprechende Vorlage zum Ausdrucken. Selbstverständlich kannst Du auch einfach intuitiv essen, aber ein Test schadet nicht, oder? Vielleicht erfährst Du, was Du längst weißt, dass Deine Ernährung gesund und ausgewogen ist, oder Du wirst überrascht, weil Du doch nicht so viele verschiedene Ballaststoffe bekommst, wie Du dachtest.

Es zählen übrigens nur frisches Obst- und Gemüse. Einzige Ausnahme sind Oliven, die frisch bekanntlich ungenießbar sind.. Ob Du das Gemüse gekocht, roh oder fermentiert isst, spielt dabei keine Rolle. Lediglich Auberginen und Hülsenfrüchte solltest Du unbedingt kochen. Einfach ein paar Bakterien in der Tüte zu kaufen und sie täglich einzunehmen, löst übrigens das Problem nicht. Zum einen enthalten diese Bakterienpräparate auch nur eine überschaubare Anzahl an verschiedenen Bakterien und zum anderen können die Bakterien im Darm nur überleben, wenn sie auch die entsprechende Nahrung erhalten.

Ich bin gespannt, wie Deine Versuch mit den 20 pro Woche ausfällt. Wenn Du Lust hast, berichte mir davon in einem Kommentar oder per E-Mail.

Lesenswert:

Sience Direct: Gut Microbiome: Westernization and the Disappearance of Intestinal Diversity
Podcast: Gut Health and why we need to throw out the rule-book with Professor Tim Spector
Podcast: IBS and Gut Health with Dr. Megan Rossi

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du über diese Links einkaufst, unterstützt Du meine Arbeit. Ich bekomme eine kleine Provision für Deinen Einkauf. Für Dich fallen keine zusätzlichen Kosten an. Ich danke Dir von Herzen für Deine Unterstützung.

Ich bin keine Ärztin. Wenn Du Gesundheitsprobleme oder chronische Krankheiten hast, die über ein Hormongleichgewicht hinausgehen, oder Medikamente nimmst, frage bitte Deinen Arzt oder Therapeuten um Rat, bevor Du Deine Ernährung veränderst oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmst.

    Hinterlasse einen Kommentar

    Instagram

    Keine Kommunikation zu Instagram möglich.

    Folge mir!