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Ernährung Gesundheit

Den Regenbogen essen

Dass die Gesundheit unseres Darms wichtig für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden ist, rückt täglich stärker in unser Bewusstsein. Bücher wie Darm mit Charme sind Wegbereiter dafür, dass wir endlich auf unseren Darm schauen, statt beschämt daran vorbei. Für einen gesunden Darm ist vor allen Dingen ein variantenreiches Mikrobiom ausschlaggebend. Es ist nicht nur wichtig, wie viele Darmbakterien wir beherbergen, sondern auch wie viele verschiedene Sorten. Haben wir zu wenige der guten Sorten, werden wir krank. Wir bekommen zum Beispiel chronische Entzündungskrankheiten, unsere Hormone geraten ins Ungleichgewicht, wir werden müde, entwickeln unter Umständen ein chronisches Fatigue Syndrom, unsere Gehirnfunktionen leiden, genau wie unser Gedächtnis und natürlich führt ein ungesunder Darm zum weit verbreiteten Reizdarmsyndrom. Um die Besiedelung mit Bakterien möglichst variantenreich zu halten, müssen wir diese Bakterien füttern. Jede Art benötigt andere Nährstoffen, in erste Linie Ballaststoffe. Manche Bakterien leben sogar von dem, was andere Bakterien aus den gelieferten Ballaststoffen machen. Damit dieses komplexe System funktioniert, müssen wir über unsere Nahrungsmittel mitarbeiten und so abwechslungsreiche Ballaststoffe wie möglich liefern. Die Empfehlung jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen, reicht hierfür nicht aus. Wir müssen jeden Tag verschiedene Obst- und Gemüsesorten zu uns nehmen, um alle Bakterien zu füttern. Das ist übrigens auch die Crux an den unzähligen Bakterienpräparaten, die uns in Apotheken angeboten werden. In einem kranken Darm können sich diese Bakterien nicht ansiedeln und schon gar nicht, wenn sie nach dem Schlucken nicht ausreichend versorgt werden.

Wie viel Obst und Gemüse ist gesund?

Um sicher zu gehen, dass Du variantenreich genug isst, gibt es zwei Tricks. Zum einen kannst Du pro Woche 20 verschiedene Obst- und Gemüsesorten essen (den entsprechenden Bericht und die Vorlage zum Download findest Du hier) oder du isst jeden Tag einen Regenbogen. Kling kompliziert? Ist es nicht. Wenn Du Dir grob die Farbe des Regenbogens vorstellst und sie auf Deine Nahrung überträgst, brauchst Du lediglich jeden Tag je ein Stück Obst oder Gemüse in dieser Farbe in Deinen Speiseplan einzubauen. Grün wären beispielsweise Salat, Zucchini und Avocado. Rot sind Erdbeeren, Tomate und Paprika. Orange sind Möhren, Kürbis, Süßkartoffeln. Zu den gelben Sorten zählen gelbe Paprika, Ingwer und Zitronen. Lila sind Blaubeeren, Brombeeren, Oliven und Auberginen. Zu guter Letzt bleibt weiß. Dazu zählen Zwiebeln, Knoblauch, Samen, Nüsse.

Wenn Du Lust hast nachzuverfolgen, ob du es schaffst jeden Tag einen Regenbogen zu essen, kannst Du Dir die Regenbogentabelle hier zum Ausdrucken und Ausfüllen herunterladen. Dort findest Du auch weitere Vorschläge für die entsprechenden Farben. Übrigens ist die Tabelle ein richtig toller Weg, Kinder spielerisch dazu zu motivieren, jeden Tag ausreichend Obst und Gemüse zu essen.

Ich bis gespannt, wie Dein Test ausgefallen ist. Wenn Du möchtest, erzähle mir in einem Kommentar oder per Mail davon.

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Ich bin keine Ärztin. Wenn Du Gesundheitsprobleme oder chronische Krankheiten hast, die über ein Hormongleichgewicht hinausgehen, oder Medikamente nimmst, frage bitte Deinen Arzt oder Therapeuten um Rat, bevor Du Deine Ernährung veränderst oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmst.

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