Hormone

Bye bye Zucker: Wie Zucker unsere Hormone beeinflusst

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Dass Zucker generell nicht die beste Wahl für unsere Gesundheit ist, ist inzwischen wohl allgemein bekannt. Der Konsum von zu viel Zucker gilt als Ursache für Übergewicht, Diabetes Typ 2, Herz- und Lebererkrankungen und ist mitverantwortlich für Darmprobleme sowie Entzündungsreaktionen im Körper. Außerdem beeinflusst unser Zuckerkonsum unsere Lebenserwartung, denn je ausgeglichener unser Insulinhaushalt ist, desto länger leben wir. Andererseits benötigt unser Körper – vor allen Dingen unser Gehirn – Zucker, um zu funktionieren. Damit ist allerdings nicht Kristallzucker gemeint, sondern Glucose, ein Kohlenhydrat, das wir auch hervorragend aus Obst und Gemüse bekommen. Wie bei vielen Dingen gilt natürlich auch bei Zucker, dass er uns in Maßen nicht umbringt, aber auf Dauer schadet.

Wenn Du Probleme mit den Hormonen hast, im Speziellen bei PCOS oder Östrogendomimanz, wirst Du diese nicht ohne den Verzicht auf Zucker in den Griff bekommen. Eines der größten Probleme bei PCOS ist die Insulinresistenz. Zu viel Östrogen im Körper führt zu Unterzuckerung. Ein ständig schwankender Blutzuckerspiegel wiederum verstärkt das Ungleichgewicht der Hormone. Ein Teufelskreis, den Du nur durchbrechen kannst, wenn Du auf unnötigen Zucker verzichtest. Damit meine ich nicht den Zucker, der sich in Obst versteckt, auch wenn einige Ernährungsberater uns weiß machen wollen, dass auch dieser Zucker schädlich ist. Viel wichtiger ist es, dass Du Dich auf unnötigen, isolierten Zucker und Zuckerzusätze konzentrierst. Damit meine ich Kristallzucker, Süßstoffe, Maltodextrin, zugesetzte Fructose, Glucose- und Fruktosesirup.

Wie genau schaden Insulinrestitenz, überschüssige Glucose und ein schwankender Blutzuckerspiegel unseren Hormonen?

Insulinspitzen und ein erhöhter Insulinspiegel regen die Produktion des luteinisierenden Hormons an und fördern damit die Bildung von Androgenen in den Eierstöcken. Das stört die Produktion von Progesteron. Die kann den Einsprung verhindern und führt außerdem zur Verschlimmerung der Symptome von PCOS wie hormoneller Akne, Hirsutismus (verstärkte Körperbehaarung). Die überschüssige Glucose belastet darüber hinaus die Leber, die infolge dessen Östrogen schlechter abtransportieren kann. Wenn Du unter Östrogendomianz leidest, hat Zucker neben dem schlechten Abtransport des Hormons durch die Leber und dem schwächeren Progesteron einen weiteren negativen Faktor beizutragen. Die zusätzliche Glucose wird vom Körper für schlechte Zeiten in Form von Fettzellen konserviert. Diese Fettzellen wiederum bilden zusätzliches Östrogen. Das heißt, starker Zuckerkonsum allein kann breites zum Entstehen einer Östrogendominanz beitragen. Zu allem Überfluss heizt Zucker auch noch Entzündungsreaktionen im Körper an.

Wie Du siehst, gibt es keinen, aber auch wirklich keinen Punkt auf der Plusseite, wenn es um Hormone und Zucker geht. Wenn Du schwanger werden möchtest, verhindert Zucker unter Umständen Deinen Eisprung, hast Du PCOS verstärkt er genaue wie bei Östrogendominanz Deine Symptome oder löst diese sogar aus.

Leider gelten alle diese Fakten auch für alternative Süßungsmittel wie Agavendicksaft, Kokos- und Reissirup und Kokosblütenzucker. Stevia ist in Bezug auf Deinen Blutzucker eine tolle Alternative, wenn Du allerdings schwanger werden möchtest, solltest Du mit Stevia vorsichtig sein. Ich selber verzichte auf Zucker, wann immer ich kann, und sollte ich einen Kuchen backen oder ein Desserts essen, das ohne Zucker nicht schmeckt, süße ich mit Ahornsirup, weil dieser ein Naturprodukt ist, eine geringere glykämische Last als Kristallzucker hat und sogar noch ein paar Vitamine und Mineralien beisteuert. Ein Dessert, das komplett ohne Zuckerzusatz auskommt, ist zum Beispiel der Feigensack.

Wie hältst Du es mit Zucker? Verzichtest Du oder richtest Du Dich nach der 80/20 Regel? Welche Alternative zu Kristallzucker ist Dein Favorit?

Lesenswert:

Health Essentials from Cleveland Clinic: Sugar May Be the Key to Your Hormone Imbalance
Artikel und Video: Dr. Hyman How Do I Naturally Balance Female Sex Hormones?

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Ich bin keine Ärztin. Wenn Du Gesundheitsprobleme oder chronische Krankheiten hast, die über ein Hormongleichgewicht hinausgehen, oder Medikamente nimmst, frage bitte Deinen Arzt oder Therapeuten um Rat, bevor Du Deine Ernährung veränderst oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmst.

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