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Hormone

5 Gewohnheiten, die Deinen Hormonen schaden

Unser Hormongleichgewicht ist sensibler, als viele Menschen ahnen. Wenn Du keine Probleme mit den Hormonen hast – hier findest Du 10 Anzeichen dafür, dass Deine Hormone im Ungleichgewicht sind – kannst Du wahrscheinlich essen, was immer Du möchtest, so viel Sport machen und so hart trainieren, wie Du Lust und Laune hast. Wenn Du wie ich ständig darauf achten musst, dass Deine Hormone in Balance bleiben, gibt es einige Gewohnheiten, die Du unbedingt vermeiden solltest. Auch wenn das natürlich auch durch wissenschaftliche Studien und Beweise belegt ist, kann ich Dir aus persönlicher Erfahrung versichern, dass diese Gewohnheiten Gift für Deine Hormone sind.

1. Stress

Stress ist ungesund, das weißt Du inzwischen sicher. Aber für Deine Hormone ist er besonders schädlich. Grund dafür ist Cortisol, das Stresshormon. Wir alle benötigen Cortisol, zum Beispiel, um morgens aufzuwachen oder um bei Gefahr schnell zu reagieren und einen klaren Kopf zu bewahren. Ist der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht, sinkt der Progesteronspiegel, da der Körper die Produktion zugunsten des Cortisols herunterfährt. Die Folgen können Östrogendominanz, Progesteronmangel und Nebennierenmüdigkeit sein.

2. Schlafmangel

Studien zeigen, dass schon eine durchwachte Nacht erheblichen Einfluss auf unsere Hormone nehmen kann. Schlafmangel steigert die Ausschüttung von Cortisol und senkt damit, wie bereits gesagt Progesteronspiegel. Darüber hinaus fördert fehlender Schlaf Insulinresistenz. Ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel ohne Insulinspitzen ist jedoch die Grundlage für balancierte Hormone. Mehr zu diesem Thema findest Du im ausführlichen Artikel: Wie Zucker unsere Hormone beeinflusst

3. High Intensity Training

Wenn es um Sport und Hormone geht, war ich lange Zeit vollkommen ignorant. Ich habe an jedem Tag in meinem Zyklus hart trainiert und mir nur selten eine Pause gegönnt. Gut war das nicht, aber das zu erkennen, hat lange gedauert. High Intensity Training wie HIIT, Crossfit oder lange Joggingrunden erhöhen die Ausschüttung von Cortisol und damit die Wahrscheinlichkeit für Östrogendominanz, Verschlimmerung von PCOS oder Östrogenmangel. Wenn Du gerne intensiven Sport machst, beschränke diese Trainingsart auf die Ovulationsphase in Deinem Zyklus. Genau Infos dazu, wie Sport unsere Hormone beeinflusst und welches Training zu welcher Zyklusphase passt, findest Du im Artikel Sport und Hormone – Dem Zyklus entsprechend trainieren.

4. Bewegungsmangel

Intensiver Sport ist schädlich für die Hormone, wenn Du Probleme mit der Hormonbalance hast. Nicht weniger ungesund ist allerdings Bewegungsmangel. Der Körper benötigt Bewegung, um Hormone in den richtigen Mengen auszuschütten. Besonders Deine Endorphine bleiben auf der Strecke, wenn Du Dich nicht täglich ausreichend bewegst. Das kann zu depressiven Verstimmungen oder der Verschlechterung von Depressionen und zu Libidomangel führen, da Endorphine an der Regulierung unserer Sexualhormone beteiligt sind.

5. Fasten | Diäten

Ernährung ist ein wichtiger Schlüssel für Hormonbalance. Einen Überblick darüber, welche Lebensmittel Deinen Hormonen schaden und welche gut für das Hormongleichgewicht sind, findest Du in diesen beiden Artikeln: Yes, please! Die 10 besten Lebensmittel für Deine Hormone und Oh, no! Diese Lebensmittel schaden Deinen Hormonen. Über die Nahrungsmittel hinaus, spielt es jedoch auch eine Rolle, wann und wie viel Du isst. Fasten ist derzeit in aller Munde, kann jedoch für Frauen, besonders mit Kinderwunsch, schädlich sein.Wenn unser Körper nicht ausreichend Nahrung bekommt – das gilt auch für Crash Diäten und Diäten mit sehr geringer Kohlenhydrataufnahme –  fällt er in den Erhalten und Überleben Modus. Das heißt, er fährt alle unnötigen Körperfunktionen herunter, um die Gesundheit zu erhalten und das Überlegen zu sichern. Ein Kind auszutragen erscheint im Mangelzustand unmöglich, weshalb die Chancen auf eine Schwangerschaft bei längeren Perioden des Fastens oder häufigen Diäten deutlich sinken. Darüber hinaus fördert auch Fasten und das Einhalten von vielen Diäten (im Unterschied zu einer gesunden Ernährungsumstellung) die Ausschüttung von Cortisol und verringert die Bildung von Schilddrüsenhormonen. Wenn Du trotzdem die Vorteile vom derzeit angepriesenen Intermittent Fasting – besonders die Erhöhung der Insulinsensibilität ist großartig für die Hormone – genießen willst, achte darauf, dass Du nicht länger als 12 Stunden fastest, das Fasten sofort unterbrichst, wenn Du Dich schlecht fühlst, und dass Du Dich während Deiner Essenszeiten gesund und ausgeglichen ernährst.

Welche Gewohnheiten haben Dir geholfen, Deine Hormone zu balancieren? Und wo hast Du noch Nachholbedarf? Ich würde mich freuen, von Deinen Erfahrungen zu hören.

Lesenswert:

Flo Living Intermittent fasting an hormonal health: What you need to know
Feel better, live more Podcast: Episode 21: Why When You Eat Matters with Professor Satchin Panda PART 1

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Ich bin keine Ärztin und dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Du Gesundheitsprobleme oder chronische Krankheiten hast oder Medikamente nimmst, frage bitte Deinen Arzt oder Therapeuten um Rat, bevor Du Deine Ernährung veränderst oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmst.

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