Hormone

5 Gewohnheiten, die Dein Hormongleichgewicht unterstützen

Nachdem ich bereits über 5 Gewohnheiten, die Deinen Hormonen schaden, berichtet habe, macht es natürlich Sinn, die Gewohnheiten zu betrachten, die Deinen Hormonen richtig gut tun und Dir dabei helfen, sie ins Gleichgewicht zu bringen. Wenn Du nach einer schnellen Lösung suchst, findest Du zusätzlich zu den langfristigen Gewohnheiten, die Deine Hormonbalance aufrecht halten, in diesem Artikel 5 Dinge, die Du sofort ändern kannst.

1. Meditation

Vielleicht kannst Du schon nicht mehr hören, wie gut Meditation für alle Lebenslagen ist und wie viele Coaches, Wellnessgurus und Sportler neuerdings auf das Meditieren schwören. Leider muss ich Dir sagen, diese Menschen haben recht. Meditation ist wertvoll, auch wenn es um Deine Hormone geht. Ein wichtiger Baustein für Hormongleichgewicht ist Stressreduktion und ein gesunder Cortisolhaushalt, weil Cortisol in Konkurrenz mit Progesteron steht und dessen Bildung hemmt. Schon eine tägliche Meditation von 10 Minuten, hilft Dir Stress zu reduzieren und auch in schwierigen Situationen gelassener zu bleiben. Selbst 2 Minuten sind schon besser als gar nichts. Und 2 Minuten pro Tag hat jeder Zeit. Wenn Du nicht weißt, wie Du beginnen sollst, starte mit einer Mediations-App. Eine gute Auswahl findest Du im Artikel: Die besten Meditations-Apps im Test. Ein weiterer Vorteil von Meditation ist übrigens, dass sie glücklich macht. Glaubst Du nicht? Warum das so ist, erkläre ich im ersten Teil meiner Serie über Glück und welche Gewohnheiten glücklicher machen.

2. Schlaf

Vielleicht gehörst Du auch zu den Menschen, die Schlafen für verschwendete Lebenszeit halten oder Du bist wie ich und schläfst gerne. Dann gehörst Du zu den Glücklichen, die verstanden haben, dass es wichtig ist, Schlaf zu einer Priorität in Deinem Leben zu machen. Schon eine Woche zu wenig Schlaf erhöht Deinen Stresslevel und verschlechtert Deine Insulinsensibilität. Beides trägt dazu bei, dass Dein Cortisol ansteigt, das Progesteron sinkt und das luteinisierende Hormon vermehrt ausgeschüttet wird. Die Symptome von Östrogendominanz und PCOS können sich verschlimmern.

3. Bewegung

HITT Training und andere High Intesity Sportarten sind nicht unbedingt gut für Dein Hormongleichgewicht. Für mich persönlich hat besonders intensiver Sport schnell Auswirkungen auf meine Hormonbalance. Wenn unabhängig vom Zyklustag hart trainieren kannst, beglückwünsche ich Dich. Solltest Du unsicher sein, ob Dein Sportprogramm richtig für Dich ist, findest Du alle Infos in diesem Artikel: Sport und Hormone: Dem Zyklus entsprechend trainieren. Auch in Bezug auf Sport gilt es für das Hormonbalance, das Cortisol nicht zu hoch zu treiben. Allerdings ist Bewegung gleichzeitig super wichtig für das Hormongleichgewicht. Bei körperliche Aktivität schüttet Dein Gehirn Glückshormone aus und vor allem die Endorphine sind beteiligt an der Regulation der Sexualhormone und mitverantwortlich für unsere Libido. Leichtes Cardiotraining, ein Spaziergang an der frischen Luft, Yoga, Pilates oder eine kleine Runde Krafttraining reichen oft schon. Wenn Du wie ich Probleme mit zu intensiven Einheiten hast, beschränke Deine Sporteinheiten auf eine Länge von 20 Minuten.

4. Ausgewogene Ernährung

Ausgewogene Ernährung ist nicht nur gesund für unsere Hormone, sie verlängert auch unser Leben. Die richtige Menge Obst und Gemüse pro Tag zu essen, macht also ohnehin Sinn. Ist Dein Hormongleichgewicht sensibel, solltest Du zusätzlich auf Kaffee, Zucker und Soja verzichten – bei Soja bildet Östrogenmangel eine Ausnahme. Welche Lebensmittel Deinen Hormonen schaden und welche genau richtig sind, habe ich in diesen beiden Artikeln erläutert: Oh, no! Diese Lebensmittel schaden Deinen Hormonen und Yes, please! Die 10 besten Lebensmittel für Deine Hormone. Wenn ein Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittelgruppen für Dich nicht in Frage kommt, dann achte einfach darauf, dass Du möglichst viele Ballaststoffe aufnimmst, frische Nahrungsmittel verarbeiteten vorziehst und Deinen Speiseplan abwechslungsreich gestaltest.

5. Dem Zyklus entsprechend leben

Wir Frauen versuchen meist seit der Pubertät zu beweisen, dass unser Frausein uns nicht zurück- oder aufhält, dass wir alles können und dürfen, genau wie Männer. Dafür vernachlässigen wir oft unsere Bedürfnisse und übergehen unseren natürlichen Rhythmus. Im Gegensatz zu den männlichen Mitgliedern unserer Gesellschaft folgt unser Hormonhaushalt jedoch keinem 24- Stunden-Zyklus, sondern einem rund vierwöchigen Rhythmus. Mich statt an den von meinem Umfeld vorgegebenen Takt an meinen Zyklus zu halten, wäre mir lange nicht in den Sinn gekommen. Immerhin ist der Ansatz genau wie das Leben nach Mondphasen nicht allzu verbreitet und noch weniger akzeptiert. Das heißt jedoch nicht, dass in dieser Einstellung nicht auch eine Menge Kraft liegt. Wenn Du Deinen Alltag Deinem Zyklus entsprechend gestaltest, Deine Entscheidungen und auch Deine Energie  Deinem natürliche Rhythmus entsprechend einsetzt, gewinnst Du eine Menge. Gleichzeitig unterstützt Du Deine Hormonbalance ohne großen Aufwand, weil Du Deinem Körper Pausen gönnst, wenn er sie braucht. Wenn Du mehr darüber erfahren willst, wie Du Deinem Zyklus entsprechend lebst und wann der beste Zeitpunkt für wichtige Entscheidungen ist, empfehle ich Dir diesen Artikel: Im Einklang mit dem Zyklus leben.

Mit welchen Gewohnheiten unterstützt Du Dein Hormongleichgewicht? Ich freue mich von Dir zu hören.

Lesenswert:

Weitere Infos und Links zu wissenschaftlichen Studien findest Du unter den oben verlinkten Artikeln. Solltest Du Fragen habe, schreib mir gerne eine E-Mail.

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Ich bin keine Ärztin und dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Du Gesundheitsprobleme oder chronische Krankheiten hast oder Medikamente nimmst, frage bitte Deinen Arzt oder Therapeuten um Rat, bevor Du Deine Ernährung veränderst oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmst.

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